Umweltversparbüchsung

Endlich lässt sich der Frühling blicken! Es ist Samstag, es hat 19° bei herrlichem Sonnenschein! Herz, was willst du mehr? Nix wie raus, endlich der erste Kaffee im Gastgarten, die Kamera Gassi führen, Licht tanken.



Wir schlagen uns durchs Unterholz, freuen uns über die ersten Knospen an den Zweigen, verfolgen den ersten Schmetterling mit dem Teleobjektiv, kriechen nagelneuen Marienkäfern hinterher.

Nur:
Ich habe noch nie so viel Müll im Wald gesehen. Wenn man sich ein Mal um die eigene Achse dreht, kann man mindestens 5 weggeworfene Gegenstände zählen. Ich finde 3 einzelne Schuhe, 1 Unterhose, 1 Marmeladenglas, unzählige Getränkedosen, Unmengen an Plastik- und Glasflaschen (interessanter weise fast alle zugeschraubt), 1 Nachttopf (???), 2 Ölkanister, 1 Toilettenspülkasten, 1 Leiter, 1 Tennisball (ok, verlorenes Hundespielzeug), 1 Tennisschläger und vieles mehr. Ich frage mich: Wie kommt das alles in den Wald? Ich meine, leere Flaschen am Waldrand - das kann ich noch nachvollziehen. Bei Leibe nicht verstehen, aber die lassen sich erklären. Bei allem anderen stehe ich aber vor einem absoluten Rätsel. Mit einem Spülkasten unter dem Arm komme ich doch auf dem Weg in den Wald an reihenweise Mistkübeln vorbei. Was bringt einen Menschen dazu, einen solchen Gegenstand mitten in den Wald zu schleppen? Aber das alles nur nebenbei.



Ein nettes Fundstück war dabei. Eine Spardose von der Sparkasse, wie wir sie in den 70ern in der Volksschule ausgeteilt bekommen haben. Wir erhielten damals keinen Schlüssel dazu, den hatte die nette Dame von der Bank, die jedes Jahr am Weltspartag in unserem Turnsaal einen Scheibtisch aufgestellt bekam, an dem sie unsere Sparbüchsen ausleerte und den Betrag von Hand ins Sparbuch übertrug. Ich mochte das immer gar nicht, wenn die Büchse dann leer war ...

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