Ende der Architektur



Es ist ja immer wieder schön, in den Öffis Gesprächsfetzen aufzuschnappen und dieser hier ist mir schon seit Jahren in lebhafter Erinnerung:
Zwei Frauen, Sorte Bussi-Bussi-Freundinnen, um die 50, Kleidung ... hmja ... teures Designer-Pseudo-Öko in gedämpften Erdfarben, Schmuck ebenso (Holz, Leder, Asymetrie), Haare möchtegernunkonventionell, Brillengestelle in unbeschreiblicher Extravaganz ("koste es was es wolle" und zwar um jeden Preis). Eine, leicht kugeloid, in dauergewelltem Knallrot mit extrakurzen Stirnfransen / eine, stark untergewichtig, im out-of-bed-look in mutigem "Straßenköter-Natür" mit grauen Fäden. An den Füßen klumpiges Birkenstock für Reiche ...
So weit so gut. Dem aufgeschnappten Thema nach Architektengattinen. Zumindest eine. Offenbar ging es um ein "Gebäude", das nicht den erwarteten Ruhm einfahren konnte.
"Ach, weißt du - da hat er versucht, etwas Praktisches zu machen und das ist nun mal das Ende jeder Architektur."
Verständnisvolles, mitleidiges, schräg geneigtes Kopfnicken der Freundin.

Ich verwette meinen A..., dass es um ein aus Steuergeldern finanziertes Wohnprojekt ging.

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