Fotomarathon 2009, Bericht

Und wer gerne viel Text mag, kann hier den genaueren Bericht lesen:

Wetter
Super. Es hätte nicht besser sein können. Blauer Himmel mit verstreuten, sehr dekorativen, zarten, weißen Wölkchen.

Organisation
Da ziehe ich doch heuer mein Hütchen! Es hat alles geklappt, wie geschmiert. Keine Warteschlangen, die Taschen fertig gepackt, alle freundlich, flink und hilfsbereit - auch bei komplizierteren Anliegen (Abholung der Taschen für später eintreffende Freunde). Kurz vor Start gab es heuer sogar feierliche Ansprachen einiger ehrenwerter Herren im Anzug.

Leider stand ich ganz hinten und konnte sie nur schemenhaft erkennen, auch hat die Akkustik der Halle nicht mitgespielt. Die Texte kamen bei uns hinten nur noch als "WUWU-wu-wu, wa, moff, ncht, hua-ua-ua" an, aber von den Satzmelodien her würde ich auf durchgehend motivierenden, freudigen Inhalt wetten.
Am Abend immer noch freundliche Gesichter, eine Extra-Ration Kaffee (man sah mir wohl deutlich an, dass ich einen Konditionsknick hatte), ein herzlicher Glückwunsch und die ausgepackte Medaille direkt in die Hand. Ganz zum Schluss noch ein kleiner Plausch mit dem ... tja ... (ich war zu fertig, mich nach seinem Namen oder seiner Funktion zu erkundigen), sagen wir: mit dem Herren, der dort wohl die Leitung über hatte. Der hat wirkliches Interesse daran gezeigt, wie es uns ergangen ist, wie wir die Themen fanden, was wir für Vorschläge hätten. Das nenne ich mal Kundenservice! Das Team hat uns also heuer rundum großartig betreut, vielen Dank für die Mühe, ihr bleibt in sehr guter Erinnerung und wir kommen wieder!

Ausrüstung
Ich lerne dazu! Dieses Jahr hatte ich nicht zu viel mit und auch Wetter und Kleidung passten zusammen. Das einzige, was ein bisschen sperrig war, war die "Wohnzimmerwand", die ich im Zick-Zack durch Wien geschleppt habe, aber es ging. Ich wollte es ja so.

Idee/Konzept
Was meine tolle Idee war, sieht man ja inzwischen. Womit ich nicht gerechnet hatte: Ich war nicht die einzige mit dieser Idee. Es sind uns mehrere Teilnehmer mit Bilderrahmen begegnet. Zumindest war ich die einzige (wie ich hoffe), die auch noch tapezierte Wand dabei hatte. Schade. Ich hatte geplant, mich mit dieser Idee etwas aus der Masse hervorheben zu können. Klar: Man sollte sich rein fotografisch ohne solche Tricks profilieren, aber bei einer unter Zeitdruck abzuarbeitenden Themenliste ist das ganz schön schwierig. Diesmal war (außer dem Prater, durch den man ohnehin musste) nur ein einziges ortsgebundenes Motiv dabei, was die Teilnehmer über den Tag weiter über Wien verstreut hat. Letztes Jahr waren es mehrere Orte die man aufsuchen musste, wodurch alle 1000 Fotografen faktisch als Karawane den selben Weg gingen. So hat sich im Vorjahr die Wahl der Motive extrem stark überschnitten und um dem Untergang in diesem Eintopf entgegenzuwirken habe ich mir halt was einfallen lassen. Tja.

Essen
Wir haben zwischendurch immer mal wieder was gegessen und zwar ganz ausgezeichnet. Man darf raten, welcher Teller meiner war ...




Team
Zwei von uns Fünf (ich will ja keine Namen nennen, aber ich denke, sie wissen, dass sie gemeint sind *streng guck*), die versprochen hatten, im Gegensatz zum Vorjahr bis zum Ende durchzuhalten und die Speicherkarten dann auch abzugeben, sind schon zu Mittag abgebröckelt. Die Wiese in der Hofburg und das Thema "Tagträume" wurden ihnen zum Verhängnis - ein Mal in der Sonne lang gemacht, kamen sie nicht mehr auf die Beine. Schade! Die beiden haben mir gefehlt! Man hat während dem Marathon zwar nicht wirklich Zeit füreinender, aber man macht doch was gemeinsam.
Zu dritt haben wir uns dann ins Café Landmann gesetzt und einen raffinierten Schlachtplan mitsamt exakt durchdachter Route für die verbliebenen Motive ausgeheckt. Frisch vollgetankt mit Soda-Zitrone sind wir dann also komplett planlos durch die Innenstadt gestrichen und konnten trotzdem ein Motiv nach dem anderen relativ stressfrei abarbeiten.
Nachdem wir ohnehin wieder zurück zum Messegelände mussten, haben wir die letzten Motive im Prater gesucht und auch gefunden.

Timing
Zumindest in diesem Punkt konnten wir uns schon mal verbessern.
Abgabezeit: 19.15 Uhr!

Negatives
Meine müdigkeitsbedingte Schusseligkeit beim Ausmisten der letzten überschüssigen Bilder. Zum Thema "Frei wie der Wind" hatte Jörg für mich trockenes Herbstlaub hochgeworfen, was in meinem Bilderrahmen und vor dem zarten Wölkchenhimmel wirklich nett aussah.

Ok - Europafahne löschen, klick, klick, klickerti-klick und weg war das Herbstlaub und ich starrte blöde auf die Europafahne auf meinem Display, die immer noch da war. Ich überlegte kurz, mir in den Hintern zu beißen, war dann aber zu schlapp dazu.

Abgeschlossen haben wir den harten Tag bei einem gemütlichen Abendessen zu dritt und einem Bierchen, das unbschreiblich schön bis in die Kniekehlen zischte.

Offene Fragen
Mich würde mal interessieren, wie es eigentlich zu den Bildern, die im Rahmen eines solchen Wettbewerbs entstehen, mit den zweifellos nötigen Model- und Property-Releases aussieht. Ich denke, die Veranstalter sollten auf diese Rechte und Pflichten hinweisen - schließlich sind vorwiegend Amatuere unterwegs und es werden viele abgeliefterte Bilder im Internet veröffentlicht und zum Teil auch kommerziell verwendet. Eine gute Gelegenheit, die Nachbetreuung zu testen: In den letzten Jahren gingen E-Mails an die im Internet publizierte Adresse direkt ins Nirvana. Gleich mal probieren ...

Fazit
Es war wieder ein super-schöner, spannender, gelungener Marathon-Tag. Ich weiß schon, warum ich mich so darauf gefreut hatte und werde noch einige Zeit davon zehren - und dann beginnt ohnehin schon die Vorfreude auf den Fotomarathon 2010!
:^)

www.foto-marathon.at

Kommentare:

  1. schöner bereicht ... wie ich ihn mir von dir auch erwartet hatte :-)

    unterschreibe das auch alles ...

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  2. Da hat die Enthusiastin wieder zugeschlagen, bravo. Ich oute mich hier als Schlappmacher und gebe offen zu ähnlich motiviert ans Werk gehen zu wollen. Als angereister Niederrheiner und "älterer" Herr habe ich mich überschätzt. Meine, noch recht neue, Affinität zu Land und Leuten, bringt es mit sich, das man in die Kürze des Aufenthalts alles Mögliche an Erfahrungen reinpacken möchte. Bereits donnerstags in OÖ angereist, habe ich mich in viele Abenteuer gestürzt. Auch außerhalb Wiens sind Land, Stadt und Menschen sehenswert und als Genussmensch konnte ich mich da auch anderen Reizen nicht entziehen. Motiviert, aber körperlich geschunden und vollkommen reizüberflutet in Wien angekommen, kam mit den Aufgaben die Ernüchterung. Um Wien kennenzulernen hätte ich mir auch deren Themen für den Marathon gewünscht. Aber ausser Looshaus und Würstelstand hab ich wenig Wienbezogenes entdecken können. So ist mein Einbruch zur Mitte der Veranstaltung zu erklären. Leider haben dann auch die modernen Kommunikationsmittel eine weitere Kontaktaufnahme zum Rudel nicht mehr ermöglicht. Kurzentschlossen und von der Last der Aufgaben befreit, haben wir dann Wien noch erkundet und am Spittelberg Nahrung und Flüssigkeit aufgenommen. Zu guter Letzt haben wir uns ja doch noch alle am Prater wiedergesehen. Also, Frau Wirtin, liebe Wiener, wir holen das nach, auch wenn es wieder ein Jahr dauert.

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  3. Ja, ich weiß - deine paar Tage in Österreich waren viel zu vollgestopft, um das auch noch zu schaffen. Aber ich sag dir mal was: Das würde nächstes Jahr wieder genau so - du musst einfach mal auch ZWISCHEN den Marathons herkommen!

    Ich habe mich trotzdem total gefreut, dich wenigstens kurz zu sehen!
    :^)

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  4. blogg-hittn-wirtin22. September 2009 um 19:36

    Nachbetreuung soeben getestet: Die Homepage lebt (aktuelle Themenliste on, Fotos von der Veranstaltung...) und auch meine E-Mail scheint angekommen zu sein. Keine Fehlermeldung. Na, Däumchen hoch, oder?
    :^)

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  5. *duck* ja, die wiese im hofgarten und die warme sonne, die waren einfach viel zu verlockend ...
    als "fremdenführerin" für niederrheiner mit ö-affinität war ich ähnlich geschlaucht, wenn nicht sogar mehr, denn der flachländler ist mir am berg einfach davongerannt, und ich konnte nur hinterherkeuchen. blamabel, für eine österreichische bergziege. nächtliche verkostungen österreichischer brauereiprodukte und damit einhergehender schlafmangel haben mir dann den rest gegeben ...
    ob ich für den nächsten marathon besserung gelobe, weiß ich noch nicht.ich hab ein grundsätzliches problem damit, nur 24 bilder abzugeben und alle übrigen bilder wieder zu löschen...

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  6. Ts, Brauereiprodukte ... das ist natürlich keine zielführende Vorbereitung auf einen Marathon!
    Was das Löschen betrifft:
    Dann zeig Disziplin und mach gleich nur 24!
    :^)

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  7. sehr schöner bericht! trotzdem freu ich mich ulli und birgit wiedergesehn zu haben - und was solls - 2 konkurenten weniger ;-)
    und was die anderen beiden betrifft - wir sehen uns bei der siegerehrung!

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Biiitescheeen-daaankescheeen-allesGute!