12 Stunden Vollgas

Positiv

1. Die Organisation war wieder erste Sahne. Es hat bei der Ausgabe der Taschen und Karten wieder alles ohne Wartezeiten und Drängeleien geklappt. Die Reden waren kurz, alle Ansprechpersonen freundlich und professionell (auch spät abends noch, bei der Kartenab- und Medaillenausgabe), Lob an das ganze Team!


2. Wenig ortsgebundene Motive, genau gesagt nur zwei. Augarten und (gar nicht zwangsläufig aber naheliegend und weit unten auf der Liste, so dass die Teilnehmer gut zeitlich versetzt eintrafen) der Graben. Ich finde, das hat der Sache gut getan - sind doch die 1.500 Teilnehmer nicht als Karawane durch Wien getrottet, wie in den letzten Jahren. Es ist einfach lähmend, wenn man sich mit 1.500 Konkurrenten gleichzeitig um ein Motiv kloppt.



Negativ

Der Termin. Ich frage mich, warum die Veranstaltung in den Oktober geschoben wurde. Den ganzen Tag kämpft man mit Schal, Handschuhen, Wind, Kälte, bedrohlichen Regenwolken und ein echtes Problem ist, dass es schon sehr früh dunkel wird. Die letzten Motive versinken in Finsternis, wenn man es nicht schafft, bis 17 Uhr fertig zu werden.

Ausrüstung

Das habe ich heuer gut hinbekommen. Kleine Fototasche und kleines Handtäschchen. Das einzige, was ich unnötig mitgeschleppt hatte, waren das Teleobjektiv (hatte ich vergessen aus der Tasche zu nehmen) und der Regenschirm (vielleicht war es ja gut, dass ich den mit hatte - bekanntlich regnet es ja prompt, wenn man keinen dabei hat). Und das war alles, was ich zur Umsetzung meiner Idee brauchte:

Ein paar verschieden helle/dunkle Sonnenbrillen, denen ich die Bügel abgeknipst habe, damit sie nicht ins Bild schlackern. Das war wesentlich besser zu handeln als die Wohnzimmerwand voriges Jahr. Und wesentlich handlicher als die Gastro-Tafel, die mein Chaos-Kollege zu schleppen hatte. Hat sich aber gelohnt, denke ich. Ich habe nur wenige seiner Bilder gesehen, aber die waren gelungen - ein super-nettes Konzept, das er da hatte. :^)


Ansonsten

gibt es nur zu berichten, dass es wieder unheimlich viel Spaß gemacht hat. Am späten Vormittag haben wir uns aufgesplittet - zu fünft kommt man wirklich nicht weiter. So angenehm und erfreulich das Team auch gewesen sein mag, man stiehlt sich doch gegenseitig die Zeit. Aufgeteilt in Team "Sauber Fotografieren" (daylight, moonlight, psmola) und Team "Konzept-Chaoten" (mein Cousin und Ich) zeigte sich bald, dass wir beiden Zeitfresser mit unseren Utensilien, Belichtungsreihen und Basteleien die anderen massiv ausgebremst hätten: Als wir um - ich weiß es gar nicht mehr ... 19.00 Uhr? - fertig (und wenn ich fertig sage, dann meine ich auch fertig) waren, saß das Team "Sauber Fotografieren" bereits über eine Stunde lang bei bester Wiener Küche tief unten im kuschelig warmen Apostelkeller.

Im Ganzen kann man sagen, dass der Trend zum Konzept allgemein stark zugenommen hat Ich habe unzählige Teams am Start gesehen, die offenbar aufwändigste Konzepte ausgetüftelt hatten. Models mit übervollen Reisetaschen zum unendlichen Garderobenwechsel, riesige Sprechblasen aus Karton zum Beschriften je nach Aufgabe, verschiedenste Rahmen, kostümierte Pantomimen-Darsteller ... es gab ziemlich was zu sehen! Ich bin heuer besonders gespannt auf die Galerie der besten Bilder.

Das dicke Ende war dann wieder das Ausmisten zum Schluss ... bei mehreren Aufgaben musste ich mich zwischen völlig verschiedenen Ideen entscheiden. Das ist wie das Abreißen eines Pflasters. Da muss man ganz schnell durch. Zu langes Grübeln erschwert die Sache nur und das elende Gefühl hinterher, genau die falschen Bilder gelöscht zu haben ... ich glaube, das hat man immer.

Tja. Das war's wieder ein Mal. Schön war's und sobald ich wieder gerade stehen und schauen kann (momentan überwiegt noch die Erschöpfung mit angehender Erkältung) fange ich an, mich auf den Fotomarathon 2011 zu freuen!
Und da packe ich dann eine große, starke Taschenlampe für die letzten Motive ein!

Die Bilder gibt es einen Eintrag weiter unten.
:^)

www.foto-marathon.at

Kommentare:

Biiitescheeen-daaankescheeen-allesGute!