Der Weberknecht, der Weberknecht.

Der Weberknecht, der Weberknecht,
der Weberknecht, der webt schon schlecht.
Sein Leben ist ihm gar nicht recht.
Drum sucht er schlau im ganzen Bau
sich eine Webermagd zur Frau.
Nun weben sie, nun streben sie
und leben sie gemeinsam.


Oder so ähnlich. Das hat das Fräulein C. vor vielen Jahren aus der Volksschule heimgebracht. Und seit 1 oder 2 Jahren häufen sich im Internet die Berichte über Megaknechte mit 30 cm Beinlänge, die sich tagsüber schlummernd zu Horden von mehreren Hundert Tieren zusammenrotten. Und letztens stehe ich vor dem Haus und rauche eine und langweile mich und mein Blick schweift so an der Dachrinne entlang und - DA! Hinter der Dachrinne! Da saßen sie! Zwar nur so um die 20 Stück, aber - Hui! - Beine bis zum Boden!

Ich natürlich sofort rein, Kamera und Lineal geholt und auf die Jagd gemacht. Das größte Exemplar (geschätzte 25 cm "Beinspannlänge") ist mir leider auf krakeligen Beinen davongelaufen und hat sich bei seinen Kumpels hinter der Dachrinne verschanzt.

Zusammen mit dem Lineal erwischen konnte ich nur einen von den kleineren Kerlen.

Die kleineren sind am Rücken richtig hübsch rehbraun und am Bauch beige. Die ganz großen sind eher grau-braun-fleckig mit grünlichblau schimmernden, angedeuteten Streifen. Alle gemeinsam haben sie glänzend schwarze Beine und die meisten haben ziemlich viele helle, fast weiße, Kniegelenke.

Spinnen machen mich ja nervös - um nicht zu sagen: hysterisch - aber diese Weberknechte sind einfach spaßig.
:^)

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Kommentare:

  1. Mit dem Geodreieck hättest du jetzt auch prima noch die Spreizwinkel messen können :D. Die Abbildung auf Bild 1 erinnert mich daran, dass manche Leute so etwas ähnlich Aussehendes auf dem Speiseteller liegen haben. *grusel*

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  2. blogg-hittn-wirtin23. November 2010 um 12:36

    Hmmm! Jammmi! :^)

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  3. Sooo.
    Habe inzwischen Auskunft von einem echten Kenner erhalten und er meint, es handelt sich NICHT um die sagenumwobenen Einwanderer. Es scheint eine gemischte Truppe aus Leiobunum limbatum (rehbrauner Rücken) und einer Opilio-Art (Weibchen, nach dem Foto nicht eindeutig bestimmbar) zu sein. Bin ja mal gespannt, ob es dann nächstes Jahr Opilio-limbatum-Babys gibt?
    ;^)

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  4. Och nöö. Die sehen jetzt nicht so sympathisch aus.

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  5. blogg-hittn-wirtin24. November 2010 um 18:49

    Doch, die sind lustig. Wenn man einen an einem seiner langen Beine vorsichtig anstubst, regt er sich so auf, dass die ganze Truppe hysterisch wird und wie wild zu schaukeln beginnt. Ausprobieren!
    Außerdem haben die wirklich lustige Augen - manche haben richtige Stielaugen (und ganz wichtig: jeweils nur 2!). Wie Krebse.
    :^)

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