Eine Rede, eine Rede!

Heute in der U3.
Ein ausnahmsweise s-e-h-r langsam und dafür gut verständlich sprechender U-Bahn-Poet, nein - Pilot -, der ausgesprochen interessante Pausen nach dem Gießkannenprinzip (oder statt der Beistriche?) in seine Sätze würfelte. Auf jeden Fall gab es wieder ein Mal einen Zug voller kopfschüttelnd grinsender Gesichter.

"Sehr geehrte Fahrgäste.
Wenn jemand.
Auf einem Rollbrett.
Am Bahnsteig fährt.

Muss ich warten, bis der in aller Ruhe.

Damit fertig ist.

Anderen Kollegen - ich will keinem unterstellen.
Dass es ihm egal wäre.
Aber.

Andere kümmert es.
Nicht so sehr.
Wenn jetzt allerdings.
Ein solcher Rolbrettfahrer.
In die Ritze zwischen Bahnsteig und Zug gerät.
Dann bin ich der Blöde.
Wenn das passiert, wenn der Zug in Bewegung ist.
Wenn der Zug steht, liegt die Verantwortung.
Beim Rollbrettfahrer.
Beim Herrn Selbstdarsteller.

Und bitte: Wie komme ich dazu.

Also halte ich mich an die Vorschrift und warte.

Ich warte, bis der Herr mit dem Rollbrett fertig ist.

Mit Rollbrettfahren, oder.
Bis er die Gefahrenzone verlassen hat.

Ich weiß nicht.
Wie man.
In einem solchen Menschen.
Eine Saite zum Klingen bringt.

Auf jeden Fall ist es eine Sache von 1.
Gegen 200.
Und einer gewinnt leider.
Zu meinen Lasten.

Das, werte Fahrgäste, wollte ich.
Ihnen nur gesagt haben.

Wir alle gemeinsam.
Bedanken uns.
Also bei dem Herrn am Rollbrett.

Für den.
Unmäßig langen Aufenthalt.
In der letzten Station.

...

Vorletzten Station.
Wurde wohl länger.
Danke.
Für Ihr Verständnis.

Einen schönen Abend noch."

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