an Schteaz dazöln

Die letzte Passwortabfrage hier hat mich tief ergriffen und aufgewühlt.



Im Affekt wollte ich "Sterz" hinschreiben - mein internes Übersetzungs-App ist verzögerungsfrei angesprungen.

Wie lange ist mir kein Sterz mehr untergekommen. Hat er doch in meinem Leben auf den verschiedensten Ebenen eine Rolle gespielt. Kulinarisch, kulturell ... meina Sö.

Einen Sterz selbst zu kochen, habe ich kaum einmal gewagt. Mir wurde ja von Klein auf eingebrannt - wie die köstlich angerösteten Kanten vom Sterz selbst - dass des ohne a gscheite Eisnrein nix wird. Und auf an modeanen Head sowiso net. Meine wenigen Versuche sind auch, der Prophezeiung entsprechend, kläglich gescheitert. Eine langweilig gatschige Angelegenheit ist es geworden. Mit gerümpften Nasen und defensiven Seitenblicken wurden die Teller verstohlen weggeschoben.

Ganz anders meine Erinnerung an den Sterz. Beim googlen nach den Kochrezepten flasht es mich back in die Zeiten von Steirischem Herbst, Künstlerhaus Graz, großartiger Lehrer in Malerei, Bildhauerei, Fotografie - alle längst tot. Doppler rot, Doppler weiß, Ribiselwein vom Wienerwald, Hobby, Johnny-ohne, Nudeln-ohne, Kohle-ohne, WGs, absurde Diskussionen, endlose Nächte, Theatercafe, Lückl, Stardust und Schlössel und Glockenspielkeller. Damals war der Sterz noch jung. Und nicht nur der, aber lassen wir das.

Und jetzt überlege ich, mir den Sterz richtig echt zu abonnieren. Das könnte ich im Gegensatz zum Sterzkochen eventuell sogar hinbekommen ...

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