Man hört sich!

Oft denke ich, die 50 Öken für eine Monatskarte sind schon happig - andererseits: Ins Kabarett kommt man um die Kohle gerade mal zwei Stunden lang. Wenn man noch Karten bekommt.

Heute sitzt mir gegenüber - auf dem long, long way nach Hütteldorf - ein Geschäftsmann. Dunkelblauer Mantel, darunter Anzug und Krawatte. Köfferchen. Blanke Schuhe trotz Matschwetter. Kein außergewöhnlicher Typ, eher unauffällig. Durchschnittlich. Eigentlich ein bisschen langweilig. Deutscher Akzent, eine Dienstreise also.
Und dann läutet sein Handy und er plaudert eine Weile. "Hm, ja - jaja - jaja - ich sitze gerade in der U-Bahn und kann vielleicht gerade nicht so ... - m-hmmmm, ja - äh, ich ... - öhm -OH! -... doch, doch, doch! - äh ..." Und so holpert das Gespräch dahin. Nichts weiter Bemerkenswertes, was der Grund sein könnte, dass alle Fahrgäste in Reichweite muksmäuschenstill sind und unschuldig-konzentriert dreinschauen.

Bis auf 3 sehr delikate Details:
1. Er trägt einen Ehering.
2. Am anderen Ende der Leitung spricht ein Mann.
Und das wissen wir, denn
3. das Handy, das er an sein Ohr presst, ist auf >>LAUT<< gestellt.

Nein, ich werde hier keine Details ausplaudern, aber ich schätze, ihm hat der gestrige Abend ebenso gut gefallen, wie dem Anrufer und er wird der Einladung, die ausgesprochen wurde (hou-ou-ou ... ich sage nur: hui!) nicht widerstehen können.

Kommentare:

  1. Dieser Typ hatte nicht zufällig Ähnlichkeit mit einem deutschen Rechtsanwalt, mit rheinischem Akzent, leichte Aknevernarbungen und gelber Krawatte? Besagter Jurist trägt auch einen Ehering, was heutzutage gar nix mehr bedeutet, so ausrichtungsmäßig und so... ;-)

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  2. blogg-hittn-wirtin23. Dezember 2010 um 21:37

    Nein, der war es nicht! :^D)))
    Ja, es ist schwierig geworden. Alles recht verwirrend heutzutage.
    ;^)

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Biiitescheeen-daaankescheeen-allesGute!