Wir haben heute versucht, eine Sendung ...

... bei Ihnen zuzustellen, Sie aber nicht angetroffen.

Ach?!

Wie lange dauert es bitte noch, bis die endlich auf den Trichter kommen, für Berufstätige auch außerhalb der klassischen Bürozeiten auszuliefern. Wäre doch eine echte Nische, oder? Ich stelle es mir so schön vor: Ich komme abends nach Hause, finde den Zettel, rufe da an und vereinbare erneute Zustellung zwischen 5.00 und 7.30 Uhr, bzw. 19.00 und 23.00 Uhr.
Stattdessen pappt an meinem Postkasten ein Zettel, der in direkt vorwurfsvollem Ton belegt, dass ich es gewagt habe, nicht da gewesen zu sein. Und auf dem Zettel steht eine Service-Telefonnummer mit der kleinen Zusatzinfo, dass mich ein Anruf da 88 ct in der Minute kostet. Und auf der Rückseite kann man ein paar Fragen beantworten. Unter welchem Stein es deponiert werden könnte, welchem Nachbarn man es umhängen könnte und natürlich ist da Platz für eine Unterschrift, um ordentlich die Verantwortung zu übernehmen, falls das Ding dann futsch ist.

Nur.

Auf dem ganzen Zettel steht nirgends, was man mit dem ausgefüllten Fragebogen machen soll. Wieder an den Postkasten pappen? Es steht aber nirgends, dass es einen erneuten Zustellversuch geben würde, also jemals ein Zuständiger die Nachricht erhalten könnte.

Nein.

Da steht, dass ich das Paket innerhalb der nächsten 9 Werktage bei einem "Depot-Partner" abholen kann. Um herauszufinden, wer das ist oder wo der zu finden ist, muss ich mich quer durch's Internet wursteln. Es stellt sich heraus, es ist eine Druckerpatronennachfüllanstalt am anderen Ende des Bezirks. Öffnungszeiten: Mo-Fr, 10.00-18.00 Uhr.

Unfassbar.

Ich ließ mir die neue Handtasche extra schicken, weil ich eine Abholung zeitlich nicht unterbringen konnte. Jetzt muss ich mir erst recht freinehmen, um sie zu bekommen. Das hätte ich gleich gratis auch haben können.

Boah.

5,50 Euro berappt, damit mir einer einen Zettel an den Postkasten pappt und ich zusätzlichen Abholstress habe. Und von dem blöden Klebestreifen, mit dem die ihre blöden Zettel ankleben, blieb der blöde Kleber mitsamt der untersten Papierschicht am Postkasten kleben.

Ich könnte ja schon wieder ...

Kommentare:

  1. kenn ich. besonders prickelnd find ich aber, dass bei uns die besagten zettel nicht am postkastl (innen) kleben, sondern an der haustür (außen, hofeinfahrt, manchmal sehr zugig). da hab ich des öfteren schon mal beim heimkommen den wegfahrenden dpd (fedex, sonstwas) lieferwagen gesehen, und als ich in die hauseinfahrt eingebogen bin, wehte mir schon ein kleiner zettel entgegen ...

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  2. sei froh, dass er dir noch einen Benachrichtigungszettel auf den Postkasten geklebt hat, ich habe schon mal die ärgsten Schwierigkeiten g´habt weil der Bote selbst unterschrieben hat und das Paket bei uns vor dem Tor (Durchzugsstraße) deponiert hat. Bleib ruhig und freu dich auf die neue Tasche - musst mir unbedingt zeigen!! lg

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  3. blogg-hittn-wirtin13. Januar 2011 um 09:35

    @ bibib
    Die übertreffen sich täglich gegenseitig. Ein gut funktionierender Paketservice mit INTELLIGENTEN Zustellzeiten würde eine echte Marktlücke schließen.

    @ Yellow
    Ich hoffe, du hast dir den Namen dieses Zustellers gemerkt. Sollte er sich bei unserem "soon opening" Paketdienst bewerben, kommen seine Unterlagen sofort in die Rundablage.

    Ich fange schon mal an, das Konzept zu erarbeiten. Wie wollen wir das Baby denn nennen? "Hallo, Dienstmann?" Dann müssten wir nur noch die Moser-Rechte für den Jingle klarmachen. Und man könnte eine Kooperation mit "Hallo-Pizza" ins Leben rufen. Oder vielleicht nennen wir es - berücksichtigend, dass es ein Hol- und Bringdienst ist - "Zu mir oder zu dir?"
    HA! Das ist super, das nehmen wir!
    Und dann entwerfen wir noch Spitzenuniformen, so Zeug, das so schick ist, dass wir auf unserer Homepage eine eigene Merchandising-Ecke einrichten, weil jeder diese Shirts und Jacken und Mützen und Tassen und Kissen und Kulis und Feuerzeuge und Strandtücher und Schirme und das alles haben will. Und unsere Fahrer sind nur Kerle, die zu cool für die Cola-Werbung sind. Und wir liefern 24 Stunden am Tag aus. 365 Tage im Jahr. Hach, das wird eine Goldgrube! Was brauchen wir noch einen Lottogewinn, wir sind aus dem Schneider, Kinder!

    Genug geträumt, jetzt muss ich wieder arbeiten.
    :^(

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  4. Es soll tatsächlich Menschen geben, die sich solche Sachen einfach auf die Arbeitsstelle schicken lassen, weil sie ja eben zu Hause nicht anzutreffen sind. Schräge Typen oder? *sonnenbrille*

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  5. blogg-hittn-wirtin14. Januar 2011 um 18:30

    Voll schräg.

    Jetzt muss ich meine Finger kneten und tief Luft holen. Die Antwort könnte ein bisschen länger werden.

    Folgendes: Das Büro, in dem ich sitze, befindet sich (gelinde gesagt) am Arsch der Welt. Ein kleiner Berg direkt am Lainzer Tiergarten (Tipp: Google Maps). Schön ist es da. *augenroll* Eine Villa an der anderen. Und - für Stadtrand eher untypisch - ein saublödes Gewurstel von Einbahnen. Entweder senkrecht rauf oder senkrecht runter, garniert mit Haarnadelkurven und verwirrenden Straßenbeschilderung. Die Hausnummern kleben irgendwo an den Häusern. An der Rückseite vom Haus sieht man, wenn man durch die Hecke späht, die gesuchte Nummer. Umrundet man das edle Gut, um an ein Gartentürl zu gelangen, steht da schon wieder eine andere Nummer. Mitsamt anderer Straße. Boten, die uns nach bis zu 30 minütiger Suche doch noch aufstöbern, spucken Gift und Galle. Und dann ist da noch die Sache mit der Türglocke. Es ist so, dass wir die meiste Zeit zu zweit im Büro sind. Mein Kollege hat ein Firmenhandy - ich nicht. Ist nun mein Kollege außer Haus, ist auch das Handy weg. Das spielt insofern eine Rolle, als die Glocke im Eimer ist und sich keiner zuständig oder reich genug fühlt, das blöde Ding zu reparieren oder reparieren zu lassen. Weiters sehe ich generell ein Problem, wenn man was im Internet kauft und per willkürlich vom Anbieter gewählten Botendienst geschickt bekommt, und dieser Menschenkette verklickern will, dass der Bote statt Läuten anrufen soll. Womit ich auch die Idee, es mit meiner Privatnummer zu versuchen, im Vorfeld verwerfe. Und weil ich da oben öfter mal kein Netz habe. Wenn jetzt also in diesem IDYLLISCH gelegenen Büro ein Zustellversuch scheitern sollte (und das tut er, weil der Bote zwei mal durch die Einbahnen eiert und dann den Hut drauf haut), wo landet das Paket dann? In einem Abhol-Depot irgendwo im Nirgendwo, wo ich schon überhaupt nie hinkomme? Direkt hinter der Tiergartenmauer, bei den freilaufenden Wildschweinen, schätze ich. Guckt ja keiner. Da ist so ein bescheuertes Paket schnell mal über die Mauer geschmissen.
    Hatten wir alles schon.
    Also, jetzt nicht das mit der Mauer, sondern mit Botendiensten, die die Nerven schmeißen.
    Nie wieder.
    Aber danke für den Tipp!
    :^D

    p.s. Ich dachte schon, die Retourkutsche für den Schneeschaufeleinkaufstipp kommt nie!
    :^D)))

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  6. blogg-hittn-wirtin14. Januar 2011 um 18:37

    Ach, noch was: In der Firma wo ich davor war, war es z. B. nicht erlaubt, sich den Privatkram hinschicken zu lassen. 1.200 Mitarbeiter. Poststellen und Empfangsdamen waren am Verzweifeln vor lauter Amazon und Ebay und so. Wurde abgestellt. Ab dem Tag, ab dem die Weisung galt, wurde alles geöffnet und wenn's privat war, gab es Haue.

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Biiitescheeen-daaankescheeen-allesGute!