everybody's darling

Heute trage ich meine Pizza nach Hause und denke an die kleine Geschichte, die ich vor einiger Zeit über das Thema geschrieben habe und plötzlich springt mir ein älterer Herr in den Weg, schlägt sich die Hände an die Ohren, juchzt "Danke! Danke!" und tut, als würde er mir die Pizzaschachtel wegnehmen. Lachend und winkend setzt er seinen Weg fort und ich biege grinsend um die Ecke. Laufe einer von Zeit und Fusel gegerbten Blondine in die Arme, die mir mit feuchtfröhlicher Whiskeystimme und -fahne ein herzhaftes "Mahlzeit!" entgegenschmettert, während sie mir ausweicht wie ein Torrero, der den Stier im letzten Moment passieren lässt. Mit Blick auf die Pizzaschachtel schlägt sie mir noch markig auf die Schulter und nickt mir anerkennend zu, als schleppte ich da einen mit bloßen Händen erwürgten Bären in meine Höhle. Als ich an der immer offenstehenden Tür des Branntweiners vorbeikomme, grölt die gesamte Thekenbesatzung "Jööö, unsa Pizza is do!".
Fehlen nur noch fähnchenschwenkende Kinder in den Fenstern.
Wer behauptet, dass man einen Hund braucht, um sozial aufzuschließen, irrt. Eine Pizza genügt völlig.

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Biiitescheeen-daaankescheeen-allesGute!