Stell dir vor, es ist Sonntagnachmittag ...

... und dein Computer gibt den Geist auf.

Es ist relativ leicht, mich sauer zu bekommen. Womit es zuverlässig und in Rekordzeit funktioniert: Mich für doofer halten, als ich tatsächlich bin.
Prinzipiell halte ich mich für eher/relativ/halbwegs praktisch veranlagt. Soll heißen, wenn was nicht funktioniert, bin ich durchaus im Stande, mich auf die Suche nach dem Fehler zu machen und selbigen auch zu beheben. Wenn ich also in den Anfangszeiten der Computernutzung von Zeit zu Zeit doch mal die Hotline anrufen musste, führte die einleitende Frage des diensthabenden Troubleshooters bei mir regelmäßig zu Blutdruck-, Identitäts-, Existenz- und Hormonkrisen: "Ist das Gerät ans Stromnetz angeschlossen?"

Nun ja ... heute komme ich nach Hause und mein Laptop gibt keinerlei Lebenszeichen von sich. Ich kenne den aber schon und weiß, dass zärtliches bis herzhaftes Schütteln und autoritäres Klopfen links hinten zum gewünschten Erfolg führt. Das kleine grüne Lebenslicht links vorne geht wieder an, alles wieder ok.
Heute nicht.
Geschüttelt.
Geklopft.
Gerührt.
Geflucht.
Haare geraufft.
Alles am Laptop mehrfach ab- und wieder angesteckt.
Kurz vor dem Griff zur Schnapsflasche ein Blick zum Verteilerkabel ...

Wenn ich gleich gesehen hätte, dass ein sehr ordentlicher Mensch (also nicht ich!) am Verteilerstecker den Schutzschalter auf "aus" gestellt hat, nachdem er seinen Laptop ausgestöppelt hatte, wäre mir echt was erspart geblieben und ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Hotline-Menschen entschuldigen, die unglücklicher weise in den letzten 20 Jahren mich an der Strippe hatten.
Ich habe es jetzt aber gelernt - ich schwöre:
Immer erst nachsehen, ob Saft drauf ist.

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