Verbaler Benefizdauerflashmob

"Lecker" ist aus Deutschland herübergeschwappt und das konnte es, weil wir in Österreich kein gleichbedeutendes Wort haben. "Gut" und "köstlich" können da nicht mithalten. Es fehlt diesen Wörtern jegliche Begeisterung. Wie konnten wir früher ohne dieses Wort leben und wie sehr haben wir uns dagegen gewehrt, als es plötzlich da war! Wie ein Zahnimplantat mussten wir es unter Schmerzen und Qualen erst langsam annehmen um zu erkennen, dass es uns eigentlich gefehlt hat. Und jetzt ist es da, das "lecker" und es ist immer noch ein Fremdkörper und auch, wenn es seine Dienste erfüllt und wir mittlerweile froh sind, es mangels Alternative überhaupt zu haben, wird es doch Zeit für ein neues Wort.
Ein neues, eigens, österreichisches Wort!
Ein Wort, das im Gegensatz zu "lecker" zwar nicht die gesamte Bandbreite der geschmacklichen Erlebniswelt von süß bis salzig abdecken kann, das aber umso mehr eine spezielle Be- und Auszeichnung ist für alles, was himmlisch süß und wolkenweich im Mund zergeht: schwomby!

schwomby?
Manchmal verschwinden Dinge, die wir lieben oder die uns etwas bedeuten, aus unserem Leben, ohne, dass wir es recht bemerken. Sie gehen still und im Verborgenen. Irgendwann sind sie nicht mehr da und wir trauern ihnen nach und hadern damit, dass wir keine letzte Chance ergriffen haben.
Würde nächste Woche die Wiener Staatsoper geschlossen, würden wir alle aufschreien. Man würde uns etwas nehmen. Ein Teil unserer Identität ginge verloren, auch wenn wir seit dem Zwangsbesuch mit der Schule nicht mehr da gewesen wären.
Würde der letzte Würstelstand dichtgemacht, ginge ein Aufschrei durch die Reihen ... auch wenn wir uns vor lauter Döner und Pizzaschnitten gar nicht mehr erinnern können, wann wir zum letzten Mal ein Paar Frankfurter im Stehen verdrückt haben.
All diese Dinge, die größtenteils nur noch Erinnerungen sind, gehören zu uns, machen uns aus. Ihr Verschwinden reißt Löcher in unser Selbstverständnis.

Die Niemetz Schwedenbombe ist so ein Beispiel. Wenn jemand sie erwähnt oder wenn ich sie sehe, denke ich jedes Mal "Jaaa!" aber dann kaufe ich sie nicht. Meine Tochter mag sie nicht und für mich alleine sind 6 Stück zu viel und ich mag nur die schwarzen und wegen solcher Gedankengänge und innerer Kämpfe am Supermarktregal greife ich dann nicht hin.
Ich muss das ändern. Nicht nur um des Traditionsprodukts wegen, auch meinetwegen. Wenn ich Schwedenbomben will, dann kaufe ich sie mir - verflixt noch einmal! - und wenn dann ein oder zwei mit Kokos übrigbleiben, ist das eben Pech. Warum sich den Genuss versagen?

schwomby!
Ein süßes, kleines, wolkenweich flaumiges, himmlisch süßes Wort. Ein Wörtchen wie ein Törtchen! Wer wissen will, wie dieses Wort schmeckt und wie man es richtig ausspricht, steckt sich eine Niemetz Schwedenbombe in den Mund und haucht das Wort am cremig süßen Knebel vorbei - so zart und gefühlvoll, dass auch nicht die kleinste Kleinigkeit der Schwedenbombe verloren geht. Dann klingt es richtig!
Das neue Wort setzt sich zusammen aus SCHW von Schweden und OMB von Bombe und damit es ein Eigenschaftswort wird, hängen wir das Y dran.

schwomby ...
SCHW und OMB sind ja auch die köstlichsten Teile der Schwedenbombe: Erst hebt man mit den Zähnen - beißen kann man dazu gar nicht sagen - die oberste Spitze, den Anfang, das SCHW ab, dann leckt und nascht man sich durch bis ganz unten und zum Abschluss kommt das OMB, die Waffel mit dem letzten Rest der fluffigen Füllung und der Schokoladenkante.

Die Schwedenbombe darf nicht verschwinden - Österreich wird zur Niemetz-Dauerwerbesendung! 
Wenn etwas weich und süß und herrlich und flaumig und locker und köstlich und einfach unwiderstehlich ist, ist es ab sofort schwomby! 
Wer das Wort zum ersten Mal hört, wird sagen: Was?
Und dann erklärt man mit einem Schulterzucken und einem süßen Lächeln: Naja, SCHWedenbOMBig - schwomby ... wie eine Niemetz SCHWedenbOMBe!
Und schon ist die Niemetz Schwedenbombe wieder da wo sie hingehört: In aller Munde!

Let's get schwomby!

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- Niemetz

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