Und futsch, die Fifi!

Und dann waren da diese beiden niedlichen alten Damen, die in allen Taschen nach dem Schlüsselbund suchten. Und sie hatten viele Taschen und dazu noch eine Tasche mit Hund. So eine weiche, gepolsterte Umhängetasche für Minihunde. Und in der Tasche saß der Minihund. Die Damen waren ein bisschen nervös, weil der Schlüsselbund nicht zum Vorschein kam, der Hund war sehr nervös, wie immer wahrscheinlich. Große Ohren, spitze Schnauze und Augen, die jeden Moment aus dem Kopf zu poppen und über den Boden zu kullern drohen. Zum Glück haben diese Tierchen statt Hirn ein Vakuum, das die Augen in ihren seichten Höhlen hält.
Wie dem auch sei: Der Schlüssel kam nicht zum Vorschein, also wurde nach dem Aussteigen in der Station weitergesucht. Um die Hände frei zu haben, wurde eine der Taschen kurz auf dem Mistkübel abgestellt. Die Tasche war weich, die Mistkübelöffnung groß und - Schwups! - verschwund die Tasche mitsamt Hund im dunklen Schlund. Als die U-Bahn wieder anfuhr, sah ich gerade noch die beiden niedlichen alten Damen verdutzt in den Mistkübel hinein und eine spitze Hundeschnauze zwischen zwei Taschenhenkeln verdutzt aus dem Mistkübel herausschauen und schon sauste vor dem Fenster wieder nur der dunkle U-Bahnschacht vorbei ...

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