Jetzt geht's um die Wurscht.





Liebe Hindus, das trifft sich gut! Könnt ihr uns die Location vielleicht für den ESC 2015 borgen?

Ich freue mir hier für Conchita, Freiheit und Toleranz einen Haxen aus!
Ich habe das Gefühl, sie hat da etwas ins Rollen gebracht, das viel, viel größer ist als sie selbst. Sie war mit der richtigen Botschaft zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat mit unglaublich viel Fingerspitzengefühl alles richtig gemacht.

Wie auch immer: Der gestrige ESC-Abend war ein Fest, war ein Genuss, war völkerverbindend und lebensformenverbindend.
My 12 points go to ... Conchita!




Und diese schöne 3er-Kombi muss auch noch hier rein. Klasse!

Selbstanzeige: Alles beim ORF geklaut..

Kommentare:

  1. Ganz toll, jetzt wurde mein Kommentar verschluckt ...
    also neuer Versuch:

    Ich muss ja zugeben, ich habe den ESC schon vor etlichen Jahren in die "wer um alles in der Welt braucht diesen Schmarrn eigentlich noch"-Schublade gesteckt. Und auch die Entscheidung des ORF, Conchita Wurst zum ESC zu schicken, hab ich aus der Ferne augenrollend zur Kenntnis genommen. Aber ich gebe sehr gerne zu, dass mich DIESES Ergebnis jetzt auch begeistert :-) und dass ich die Frau Conchita einfach gnadenlos unterschätzt habe.

    Das war mehr als nur ein erster Platz beim ESC. Ich ziehe mein Hütchen vor dieser Leistung und freue mich über diesen Tsunami an Sympathie, der die Kritiker einfach nur mehr alt aussehen lässt.

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  2. Ja, nicht war? Ich freue mich, dass ich einen Schlüsselmoment (zwar nur vor dem Fernseher aber immerhin) miterleben durfte. Ich denke, dass sich jetzt Einiges bewegen wird. Wenn auch nur minimal aber Bewegung! :-)

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    1. Ja, das habe ich in meinem ersten Kommentar noch geschrieben (den das hungrige Formular gefressen hat): dass ich sehr hoffe, dass dieses Ereignis auch nachhaltig ist und nicht allzuschnell wieder in der Versenkung verschwindet. Aber irgendwie hab ich dahingehend gar kein so schlechtes Gefühl :-)

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  3. Meine Meinung ist ein wenig geteilt. Conchitas Sieg beim ESC war sicherlich ein wichtiges Consens-Statement gegenüber weniger offenen Teilnehmer-Ländern. Tom Neuwirth als Zivilperson ist sehr hübsch und macht einen sympathischen Eindruck. Homosexualität bedeutet aus schlicht statistischen Gründen (2-8% der Bevölkerung) stets eine Außenseiter-Rolle. Ein Coming-Out stellt somit einen bedeutenden Schritt zur Autonomie und der Selbstbestätigung dar. Wie eine Art Initiationsritual bleibt es in der Gay-Community oft als aktiv gelebter, wesentlicher Bestandteil erhalten.
    Wenn ich, der ich mich als aufgeklärt empfinde, aber mit breiten Campagnen, wie überdimensionalen 'Wien ist anders(rum)'-Schildern als öffentliche Proklamation an den Autobahn-Einfahrten konfrontiert werde, dann empfinde ich es als aufdringlich. Da wird eine berechtigte Sub-Kultur zur unrepräsentativen Haupt-Kultur vernarktet. In schwulen Disco-Events habe ich kopulierende Männer auf TV-Schirmen gesehen - das ist bei üblichen Hetero-Veranstaltungen tabu. Das, wie ebenso öffentliches (U-Bahn) Geknutsche, halte ich bei beiden Spielarten für unangebracht. Im Sinne der Gleichberechtigung aller Neigungen empfinde ich die Sexualität überall als etwas Intimes. Übrigens: ja, ich bin für die Homo-Ehe - jeder sollte das Glück einer engen Beziehung zeremoniell manifestieren dürfen. Wie sich eine Homo-Adoption auf den entwicklungspsychologischen bedeutenden Schritt der 'Ödipus-Konflikt'-Lösung auswirkt, kann ich nicht beantworten.
    Fazit: Gleichwertigkeit und verbale Enttabulisierung aller Neigungen trägt zu einem integrativen Umgang bei. Aber bitte keine Überkompensation.

    Zur finalen Aufheiterung aber noch dies: http://dietagespresse.com/unbekannte-saengerin-alfonsa-poier-bewirbt-sich-fuer-song-contest-2015/

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    1. Lieber Anonym, ich gebe dir in allen Punkten recht. Es muss nur endlich was in Hinsicht auf die Akzeptanz was weitergehen und wenn man so eine Welle startet, muss sie immer überzeichnet starten, damit am Ende der Welle wenigstens ein Fünkchen übrigbleibt. Austauschen von Körperflüssigkeiten in der Öffentlichkeit finde ich prinzipiell nervig - egal, wer mit wem oder wer mit wer oder wem mit wem. Von der Homo-Ehe halte ich nix und ich kann dir ganz konkret sagen warum: Weil ich von der Hetero-Ehe auch nix halte. Statt dieses überholte System auf andere Lebensformen auszuweiten, sollte es abgeschafft oder zumindest grundlegend umstrukturiert werden. Kinder für Homopaare? Da bin ich mir nicht sicher. Ich kann nicht einschätzen, wie sich Kinder in verschiedenen Familienmodellen entwickeln. Auf jeden Fall gibt es garantiert reihhenweise Homopaare, wo Kinder unvergleichlich besser aufgehoben wären als in sehr, sehr vielen Heterokonstellationen. Tja. Ein weites Feld. :-)

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    2. Auch ich gebe Dir in allen Sachthemen recht. Nur zur Ehe vertrete ich die Meinung eines Romantikers. Da ist einerseits einmal der staatlich-administrative Teil. Da ist aber auch das persönliche Versprechen der Verbundenen zur exklusiven Treue, familiärem Zusammenhalt und Beistand in allen Situationen etc. Ob ich dazu ein Fest mit allen Freunden als Zeugen feiere, spontan am Meer Muscheln austausche, die Hochzeitsnacht aufspare oder in Festkleidung in einer Kirche Ringe oder ein Glas zertrete, ist nur Symbol. Auf dieser persönlichen Ebene ist eine auch ein undeklarierter aber stabiler Treuebund eine Art von Ehe. Eine Familie, die durch einen Verbund (Ehe) begründet wird, ist strukturell und pädagogisch Kern-Element und Ausdruck einer Gesellschaft. Aber ich war noch nie verheiratet. Vielleicht muss ich diesen Schritt erst begehen, um ihn vielleicht zu überwinden.

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    3. Was die Aufzucht der Brut betrifft, ist die Ehe natürlich eine prima Einrichtung, ist doch der durch Brüten blockierte Teil existenziell (zumindest am Papier und zumindest wirtschaftlich) abgesichert. Was den Rest betrifft ist es meines Erachtens ein großer Fehler, Mädchen heute noch in dem Glauben großzuziehen, eine Ehe wäre für immer und Treue etwas, das sich durch eine Unterschrift realisieren lässt. Die Katatsrophe ist vorprogrammiert. Ein Vetrag, den man mit Blut unterschreibt und aus dem Einen keine amtliche Scheidung jemals wieder herausbekommt. Die Institution stammt aus einer Zeit, in der die Lebenserwartung bei vielleicht 30 oder 40 jahren lag und die Frauen darauf angewiesen waren, durchgefüttert zu werden. Heute werden die Menschen 5 Ehen alt und das unter ectrem auseinandertriftenden Vorstellungen der Vertragspartner. Jungs gucken Pornos, Mädchen romantische Märchen. Sag mir nun, wie sich diese beiden Erwartungshaltungen oder Vorstellungen vom Vertragspartner langfristig auf einem grünen Zweig halten sollen. Lebenslange Monogamie liegt nicht in der Natur des Menschen. Und somit ist dieser ganze Wahnsinn rund um die Ehe rein illusorisch und faktisch nicht umsetzbar. Klar - ich sehe diese Sache aus meinem sehr persönlichen Blickwinkel, dessen desaströser Hintergrund sich nicht vergergen lässt aber wenn ich mich so umsehe ... ich kenne niemanden, der in einer solchen Ewigkeitszwangssituation wirklich glücklich ist. Im Gegenteil. Die meisten Ehen, die ich sehe, sind ein Albtraum. Also warum - um Himmels Willen -, wollen sich unsere homosexuellen Brüder und Schwestern dieses Joch mit aller Gewalt unbedingt auferlegen? Ich kann es nicht verstehen. Tja. Meinungen bilden sich halt aus Erfahrung und am Ende hat jeder irgendwie recht.

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    4. Nachtrag: Was ich auch in deinem letzten post sehe: Die Rede ist von einer Zeremonie, einem Fest, einem Ritual. Das ist ja schön und gut. Mädchen träumen ihr Leben lang - bis zum Tag X - nur davon, was sie anziehen wollen und was auf den Tellern liegen soll. Dass es in Wirklichkeit nicht um ein Kleid und eine romantische Reise geht (was beides mit irrwitzigem finanziellem Aufwand inszeniert wird), sondern um einen knallharten Vertrag auf Lebensdauer, den man unterschreibt, wird gerne vergessen. Seltsam. Wenn es um den Banktermin geht, wo ein Kreditvertrag unterschrieben werden soll, überlegt keiner groß, was er anziehen soll. Geschweige denn, 80 Personen zu verköstigen und zu bespaßen. Eigentlich sollten die "zukünftigen Gegner" statt Trauzeugen ihre Anwälte mitbringen. Aber naja - mir kann es egal sein, ich habe es durch! :-D

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    5. Ok. Die Schule des Lebens. Klingt plausibel für mich. Ich muss gestehen, auch ich sehe Märchen. Vielleicht sollte ich ja zu konkreteren Genres wechseln. :-)
      Andererseits rührt es mich, wenn ich bisweilen einem betagten Ehepaar schmunzelnd Hand in Hand begegne. Vielleicht hat sich auch umgekehrt das Verständnis des Ehe-Begriffs geändert und dem narzisstischen Zeitgeist angepasst.
      Letztendlich kann ohnehin nur jeder tun, was er im Moment als richtig empfindet, und sich dabei weitgehend vor Illusionen hüten.

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Biiitescheeen-daaankescheeen-allesGute!