Pseudowissenschaft für Hausfrauen

Also - wie erwähnt - habe ich ja seit einiger Zeit keinen Geschirrspüler mehr, was unweigerlich dazu führt, dass ich mehr Zeit als früher an der Abwasch verbringe. Natürlich kann man diese Zeit, die intellektuell nicht übermäßig fordernd ist, nutzen um zu philosophieren, zu reflektieren, Pläne zu schmieden oder einfach Kopfrechnen üben aber leider ist mein Hirn beim Geschirrabwaschen gänzlich blockiert von einer einzigen Frage:

Kann es sein, dass heißes Wasser langsamer abläuft als kaltes oder bilde ich mir das nur ein?

Muss ich mir die Mühe eines Vergleichstests mit Stoppuhr antun oder hat jemand die Antwort parat?
Physiker anwesend?

Kommentare:

  1. Das haengt von der Viskosität ab, die in aller Regel mit hoeherer Temperatur (geringere Kohaesionskraefte) sinkt. Bei Wasser sinkt die Viskosität mit steigener temperatur, es fließt also bei gleichem Druck schneller.
    Wenn das be dir annersrum is spuelst du vermutlich nicht mit Wasser sondern einem Newtonschen Fluid ab, gnihi.
    Vgl:
    Die dynamische Viskosität der meisten Flüssigkeiten nimmt mit steigender Temperatur ab und kann oft mit der Arrhenius-Andrade-Beziehung beschrieben werden:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Andrade-Gleichung

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    1. Also, ich weiß ja nicht, was bei mir aus der leitung kommt aber zahlen tu ich für Wasser. Schneide ich da jetzt wirtschaftlich besser oder schlechter ab, wenn ich Newtonsches Fluid zum Wasserpreis konsumiere? Und: könnte das eine Erklärung dafür sein, dass meine Wäsche trotz Weichspüler immer brettlhart ist?

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    2. Das Newtonsche Fluid ist wahrscheinlich mit einer nicht zu vernachlässigenden Konzentration an Wasserstoff-Brücken brechenden Tensieden kontaminiert. Und wie wirkt sich die Viskosität in Bezug auf Umlenkung durch die Corioliskraft aus? ;-)

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    3. Das musste einfach sein. :-) Die H2O-Moleküle im Wasser sind durch sog. Wasserstoffbrücken lose (wie magnetisch) verbunden. Tenside (ohne e) sind die Substanz in Seife, Wasch-, Spülmittel, die Wasserstoffbrücken unterbicht und damit die Oberflächenspannung des Wassers löst, so dass es 'entspannter' unter Schmutzpartikel gelangt. Das Wasser ist daher bereits intern loser verbunden bzw weniger viskos.
      Und die Corioliskraft lässt, aufgrund der Erd-Drehung, das Wasser in einer Kreisel-Bewegung ablaufen. Auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel im UZS. Dadurch läuft es auch 'geordneter' und daher schneller ab. Wenn man Flaschen ausschüttet, wirbelt man aus diesem Grund den Inhalt absichtlich.

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    4. Jaaa, das mit der Flasche ... wenn ich Glühwein will, dann will ich den schnell. Den Strudelankurbelschwung an der umgedrehten Flasche - locker aus dem Handgelenk - habe ich drauf wie sonst kaum jemand!

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  2. Wasser hat bei 4° die größte Dichte. Darüber und drunter dehnt es sich aus. Also sollte es bei 0-3° und darüber auch langsamer fließen. Also es geht weniger um die Fließgeschwindigkeit sondern eher um den Volumenstrom (das Volumen eines Mediums, das sich innerhalb einer Zeitspanne durch einen Querschnitt bewegt). Viel Spaß beim ausrechnen dV durch dt ^^ ggggg :-)
    Hey aber faszinierend finde ich die Tatsache, das heißes Wasser schneller gefriert als kaltes. siehe hier: http://sciencev1.orf.at/science/ays/73965

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    1. Na prima. 3 Ärzte, 4 Meinungen. Hier steh' ich nun, ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor.

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  3. Nimm Deine Hände einfach aus dem heißen Wasser raus, während es abläuft, dann kommt Dir die Zeit auch nicht so lange vor...

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    1. Das ist die Sorte Antwort, die ich verstehe. Echt "heißer" Tipp! :-D

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Biiitescheeen-daaankescheeen-allesGute!